Förderturm Zeche Nordstern

Traumbüros auf einem denkmalgeschützten Förderturm

Der Förderturm auf Zeche Nordstern, der ehemals als Schacht 2 zur Steinkohleförderung betrieben wurde, wird in Abschnitten ertüchtigt und neu genutzt. Diese Maßnahme der THS GmbH versteht sich als regionales Konzept, das den Standort Nordstern stärken will.

Architekt und Auftraggeber
THS GmbH, Gelsenkirchen
Projektlaufzeit/Planung
2011

DS-Plan Leistungen

Fassadentechnik, Energiedesign, Bauphysik, Revitalisierung

Die Nutzung der Turmetagen ist sowohl öffentlich-museal, als auch privatwirtschaftlich geplant. Das Projekt bildet einen der sieben „Hochpunkte“ im Revier.

In den Ebenen 5 bis 11 wurde ein Museum für Videokunst eingerichtet. In den Ebenen 9 und 11 beeindrucken die gewaltige Umlenkrolle und eine einzigartige Fördermaschine, in allen weiteren Etagen bleibt das Bergbau-Denkmal weitgehend erhalten. Durch eine Fuge deutlich vom Bestand abgesetzt lassen vier neue gläserne Etagen den Nordsternturm auf rund 100 Meter anwachsen. Der Zugang erfolgt über einen äußeren Erschließungsturm. Eine 18 Meter hohe „Herkules“-Skulptur von Markus Lüpertz macht das Bauwerk zu einem unverwechselbaren Gesamtkunstwerk.

Energetisch vernünftig wurde die gläserne Gebäudehülle als Kompakt-Doppelschalige-Fassade mit hundertprozentigem Vorfertigungsgrad entwickelt. Durch den auch in 100 Meter Höhe jederzeit funktionsfähigen außenliegenden Sonnenschutz wurde die Integration eines Lowtech-Energiekonzepts möglich. Niedrige Investitionskosten und niedrige Energiekosten im Betrieb sind gewährleistet.

Die Raumklimakonzepte sind als Hybridsysteme aufgebaut. Natürliche Lüftung über Fassadenklappen in der Übergangszeit und maschinelle Lüftung mit effektiver Wärmerückgewinnung gepaart mit Kühldecken für eine optimale thermische Behaglichkeit.

Die Bildrechte der im Artikel verwendeten Fotos liegen bei: THS GmbH Gelsenkirchen