Mercedes-Benz Museum

Skulpturale Gebäudehülle aus Glas und Aluminiumblech

Das alte, bereits 1961 erbaute Mercedes-Benz Museum entsprach nicht mehr den heutigen hohen Ansprüchen. Aus diesem Grund wurde im Jahr 2000 ein internationaler Architektenwettbewerb für eine neue Museumskonzeption durchgeführt.

Bauherr
Daimler AG
Architekt
UNStudio, Amsterdam
Auftraggeber
UNStudio, Amsterdam

DS-Plan Leistungen

Fassadentechnik, Facility Management

Der erste Preisträger UNStudio hat es mit seinem Entwurf geschafft, der innovativen Autoschmiede ein beeindruckendes Museumsgebäude nahezulegen: ein skulptural wirkendes Museum ohne Rückseiten, konstruiert als Doppelhelix, begehbar über zwei Spiralen, die sich ineinander verbinden.

Aufgrund der hohen Glasfassade, die zugleich innen und außen möglichst schlank wirken sollte, bestehen die Fassadentragprofile aus zusammengesetzten scharfkantigen t- und v-förmigen Stahlprofilen. Ein außenliegender Sonnenschutz kam bei dieser Architektur alleine aus optischen Gründen nicht infrage, zumal wegen der Behanghöhen und der trapezförmigen Gläser keine befriedigende geometrische Ausrichtung möglich gewesen wäre. Folgerichtig kam nur ein hochselektives Sonnenschutz-Isolierglas infrage, auf das ein zweifarbiger Doppelsiebdruck aufgebracht wurde.

Das Entwässerungssystem sollte zur Verstärkung der skulpturalen Wirkung unsichtbar sein. Nur die Verglasung selbst, auch nicht die horizontale Glasbefestigung, sollte sichtbar sein. Nur das Aluminiumblech mit der Noppenprägung in den stärkeren Rundungen und eben das Glas sollten die gestalterische Dynamik dieser Skulptur erzeugen.

Die Bildrechte der im Artikel verwendeten Fotos liegen bei: © Daimler AG