Highrise One (ehemals Novum)

Nachhaltiges Bürohochhaus mit völlig neuem Sonnenschutzkonzept

Auf einer der letzten großen zusammenhängenden Flächen in Innenstadtnähe und direkt hinter dem Münchener Ostbahnhof entsteht ein Design-Neubau, der hohe Aufmerksamkeit durch seine geplante Architektur erhalten wird.

Bauherr
Reiß und Co. Real Estate München GmbH
Architekt
Steidle Architekten, München
Projektlaufzeit
2014

DS-Plan Leistungen

Fassadentechnik

Zentrumsnah, angrenzend zum Stadtteil Haidhausen wird im Dreieck zwischen Innenstadt, Messestadt Riem und Flughafen ein neues Stadtquartier mit einer hervorragenden Verkehrsanbindung entstehen, mit modernen Bürogebäuden und Hotels sowie dem Highrise One als Landmarke am Eingang.

Unter der Adresse Rosenheimer Straße 141 wird ab Anfang 2014 ein 53 Meter hoher Büroturm mit 14 Etagen entstehen, der durch einen fünfgeschossigen Sockelbau eingerahmt wird.

Steidle Architekten hatten den städtebaulichen Wettbewerb für das Areal gewonnen und zeichnen nun auch verantwortlich für die Architektur des Turms. Die Besonderheiten in der Fassade sind die ausgeprägten Rücksprünge, die großzügigen, raumhohen Verglasungen und die Möglichkeit der natürlichen Lüftung mithilfe von in die Fassade integrierten Klappen.

Hochgedämmte Aluminiumprofile mit Dreifach-Wärmeschutzglas sorgen für Spitzenwerte bei der Wärmedämmung der hochtransparenten Fassade. Ein speziell entwickelter, energetisch hocheffizienter und windfester Sonnenschutzscreen reduziert den Energieeintrag in die Büroräume auf ein Minimum und senkt damit den Kühlbedarf und somit die Kühlkosten nachhaltig.

Völlig neu für ein Gebäude dieser Höhe ist die Verwendung eines eigentlich sehr windanfälligen Stoffscreens. Dieser wurde technisch dahingehend optimiert, dass der Behang durch eine seitliche Schienenführung auch bei hohen Windgeschwindigkeiten nicht eingefahren werden muss. Außerdem ist zur Effizienzsteigerung des Screens eine Hinterlüftung jederzeit gewährleistet. Dies wird möglich durch in die Blechbekleidung der Fassade integrierte Zu- und Abluftöffnungen in Form von stilbildenden Lochmustern. Als Alleinstellungsmerkmal wird dieses neue Sonnenschutzkonzept eine sehr hohe visuelle Transparenz bei gleichzeitig hervorragenden energetischen Werten bieten. Dazu wurden umfangreiche Testreihen am ift in Rosenheim durchgeführt, um die Leistungsfähigkeit des Sonnenschutzscreens zu verifizieren.

Die Fassade wird vollelementiert ausgeführt. Der hundertprozentige Vorfertigungsgrad im Werk des Fassadenbauers wird eine sehr hohe Qualität der Gebäudehülle garantieren .

Die Bildrechte der im Artikel verwendeten Fotos liegen bei: Visualisierung: © Reiß und Co. Real Estate München GmbH