ESO-Neubau

Transparent, organisch, ökologisch

ESO steht für „European Organization for Astronomical Research in the Southern Hemisphere“. Das neue Büro- und Konferenzgebäude und das Technikgebäude erreichen zusammen eine Gesamtfläche von 13.200 Quadratmeter, wodurch sich die Nutzfläche des ESO-Hauptsitzes mehr als verdoppelt.

Bauherr
ESO- European Organization for Astronomical Research in the Southern Hemisphere
Architekt/Generalplaner
Auer + Weber + Assoziierte, München
Projektlaufzeit
2009 – 2013

DS-Plan Leistungen

Energiedesign, Bauphysik, Generalfachplanung, Revitalisierung

Das neue Technikgebäude wird die Wiege jener technologischen und wissenschaftlichen Innovationen sein, die das European Extremely Large Telescope der ESO erfordern wird, und unterstützt damit die Rolle Bayerns bei der Förderung von Hochtechnologieunternehmen. Das Gebäude wird außerdem eines der größten computerbasierten astronomischen Datenarchive weltweit beherbergen.

Die Architekten Auer + Weber + Assoziierte haben den internationalen Wettbewerb für das Bürogebäude der ESO in München-Garching mit einem dreigeschossig schwebenden, organisch geformten Gebäude gewonnen. Ausschlaggebend war die gelungene Einfügung des Baukörpers in den sensiblen Landschaftsraum. 

Die Plastizität des Gebäudes wird mit einer gefalteten Fassade erreicht. Energetische Nachhaltigkeit ist bei dem verantwortungsvoll handelnden Bauherrn ESO eine Selbstverständlichkeit. DS-Plan als Generalfachplaner ist daher der ideale Partner für den Generalplaner Auer + Weber + Assoziierte. 

Hoch wärmedämmende Rahmenkonstruktion
3-fach-Wärmeschutzverglasung
100 % verglast

Fassade
Doppelfassade mit integriertem Lamellenraffstore

Raumklima
Thermisch aktive Bauteile
Heizkörper
Natürliche Lüftung

Energiekonzeption
Grundwasser
Wärmepumpe

Regenerative Quellen
Natürliche Lüftung
Grundwasser

Die Ausführung von DS-Plan
  • Fassade

    Hightech-Lösungen sind bei der ESO trotz der anspruchsvollen Arbeit der Astronomen nicht gefragt. Lowtech mit natürlicher Fensterlüftung über geschickt angeordnete schmale hohe Paneel-Fensterflügel sowie ein reduzierter Energieeintrag über eine perfekt gedämmte Doppelfassade mit integrierten Lamellenraffstoren bildet die Lösung.

    Bei der gefalteten Doppelfassade ist die Primärfassade als Dreifach-Wärmeschutzverglasung ausgeführt. Die Sekundärfassade außen ist als Einscheiben-VSG-Verglasung konzipiert.

  • Energiedesign und Technische Gebäudeausrüstung

    Mit dem sehr guten sommerlichen und winterlichen Wärmeschutz der Fassade können die Räume mit thermisch aktiven Decken beheizt und gekühlt werden. Aufgrund des trägen Verhaltens der thermisch aktiven Bauteile erhalten die Räume Heizkörper zur individuellen Regelung der Raumtemperatur. In Kombination mit dem Heizkörper und den thermisch aktiven Bauteile können die Büroräume ausschließlich natürlich über geschickt angeordnete, schmale, hohe Paneel-Fensterflügel gelüftet werden. So kann auf eine teure maschinelle Lüftungsanlage verzichtet werden.

    Die thermisch aktiven Decken als angenehme und komfortable Heizung und Kühlung werden energetisch über eine Brunnenanlage mit Wärmepumpe geheizt und als freie Kühlung über Wärmetauscher gekühlt.

Die Bildrechte der im Artikel verwendeten Fotos liegen bei: Auer + Weber + Assoziierte München