Dockland

Hochtransparent und dennoch energieeffizient

Im Fischereihafen von Hamburg steht ein außergewöhnliches Gebäude, das formal an ein Kreuzfahrtschiff erinnert. Bei dem Projekt legte der Bauherr von Beginn an Wert auf nachhaltige Lösungen mit niedrigen Lebenszykluskosten, da er das Gebäude nach Fertigstellung behält und betreibt. Gleichzeitig sind flexible Lösungen gefordert, um bei der Vermietung maßgeschneiderte Einheiten anbieten zu können.

Bauherr
Robert Vogel GmbH & Co. KG, Hamburg
Architekt
BRT Bothe Richter Teherani Architekten, Hamburg
Projektlaufzeit
2002 – 2006

DS-Plan Leistungen

Fassadentechnik, Energiedesign, Energiemanagement

Das Gebäude ist als Bürogebäude konzipiert und wurde auf einer Kaianlage erstellt. Aufgrund der schiffsähnlichen Silhouette scheint es, als ob das Gebäude längsseitig wie ein Kreuzfahrtschiff am Kai angelegt hat. Der „Bug“ ragt circa 40 Meter über die Elbe aus, das „Heck“ und das Dach sind über eine Treppenanlage öffentlich zugänglich. Mit der Forderung, dass das „Schiff“ die gute Sicht vom nahe liegenden Altonaer Balkon nicht versperren durfte, musste die Gebäudehülle möglichst transparent gestaltet werden. Aus diesem Grund war ein Raumklima- und Fassadenkonzept zu entwickeln, das bei einem hohen Grad an Transparenz der Gebäudehülle und bei höchstem Komfortanspruch einen energieeffizienten Betrieb sicherstellt.

Fassade:
Permanent hinterlüftete Doppelfassade
100 % verglast

Raumklima:
Thermisch aktive Bauteile
Unterflurkonvektoren
Mobile Raumthermostate am Arbeitsplatz

Energiekonzeption:
Rückkühler für freie Nachtkühlung
Sprinklertank als Kaltwasserspeicher
Fernwärme
Primärenergieaufwand 120 kWh/m²a

Regenerative Quellen:
Natürliche Lüftung
Nachtkühlung

Nachweise:
Energiemonitoring im ersten Betriebsjahr

Die Bildrechte der im Artikel verwendeten Fotos liegen bei: © Robert Vogel GmbH & Co. KG Hamburg